Kündigungen beim Sonntags-Report

Koch-BeitragWas ist denn beim Sonntags-Report los? Das Wochenblatt gehört zur Zeitungsgruppe Ostfriesland (ZGO), wo auch die Ostfriesen-Zeitung erscheint.

Nach meinem ziemlich gesicherten Kenntnisstand haben in dieser Woche gleich acht (!) Mitarbeiter die Kündigung erhalten. Völlig überraschend und ohne Vorahnung, wie es heisst. Ab morgen sollen diese acht Personen freigestellt sein – nicht die Redakteurinnen.

Und es wird vom „Supergau des Jahres“ gesprochen. Der „Wecker“ (auch ZGO) ist kürzlich nach 25 Jahren eingestellt worden, gleichwohl sollen dessen Mitarbeiter den Sonntags-Report übernehmen, so wird berichtet. Da passt nach meiner Einschätzung etwas nicht, wenn es stimmten sollte.

Herr Dunkmann, so geht man nicht mit langjährigen Mitarbeitern um! Denen kann ich nur raten, sich gegen die Kündigungen zu wehren. ich bin zwar Aussenstehender, aber die Kündigungsfrist erscheint mir deutlich zu kurz. Und die Abfindung nicht vergessen (Faustformel: pro zwei Beschäftigungsjahre ein Monatsgehalt)!

Bitte beachten: Wer keine Rechtsschutzversicherung hinter sich hat oder keinen Anspruch auf Prozesskostenhilfe hat, sollte wissen, dass eine Klage beim Arbeitsgericht deutlich vierstellig kostet, denn egal, ob man gewinnt oder verliert, jeder zahlt seine eigenen Kosten (Anwalt!) selber. Man kann aber auch selber nach Emden zur Rechtsantragsstelle beim Arbeitsgericht fahren und dort die Klage kostenlos schreiben lassen. Außerdem sind die Richter bei den Arbeitsgerichten immer sehr nett und hilfsbereit. Reine Erfahrung.

Aber was mag die Zeitungsmacher nur zur Kündigungswelle geritten haben? Mir drängen sich finanzielle Gründe auf. Da bleibt das Menschliche schon mal auf der Strecke. Unerhört! Und das Zeitungsniveau? Dazu gesondert mehr. Ich bleibe am Ball und danke allen Informanten.

Gerd Koch

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