Leeraner Reeder

Die Berichterstattung über das jüngst von somalischen Piraten geenterte „Buss-Schiff“ bestätigt mich nur in meiner Auffassung.

Wenn man an ein „Buss-Schiff“ denkt, sollte man meinen, daß es sich um ein Leeraner Schiff handelt. Das auch deshalb, weil ja immer wieder „von Hans und Franz“ mit Leer als zweitgrößtem Reederstandort in Deutschland geprahlt wird. Weit gefehlt! Der gekaperte Frachter fährt für eine niederländische Reederei und ist derzeit, so war zu lesen, an Dänen verchartert. An Bord sind Russen und Philippinos. Und was hat dieses Land davon? In Deutschland werden für dieses Schiff bestimmt keine Steuern gezahlt, oder (eher werden immense Summen beim deutschen Fiskus noch abgeschrieben). Das soll der Normalbürger, der brav seine Steuern zahlen muß, verstehen oder gar noch bejubeln? Für mich ist die Reedereibranche eine dubiose Berufsgruppe, die volkswirtschaftlich alles andere als nützlich für Deutschland ist.

Eine gute Seite hat die Reedereibranche aber doch (und damit wird auch die Politik „gefügig“ gemacht): Sie hat Arbeitsplätze geschaffen. Zu welchem Preis auch immer. Mein Respekt vor den Leeraner Reedern, vor denen –aus bestimmten Gründen- Bürgermeister Kellner auf die Knie geht, jedenfalls hält sich sehr in Grenzen!

Übrigens: Vor wenigen Tagen berichtete die OZ über eine Schiffstaufe in Bulgarien. Dort haben Leeraner Reeder ein Schiff bauen lassen. In Bulgarien! Zufall? Und das wird vom (deutschen) Steuerzahler auch noch subventioniert?

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