Poppen und die Mikrofone

Man sieht ihn nicht. Das muß man auch nicht. Man weiß auch so, daß er da ist: Johannes Poppen, Vorsitzender der Werbegemeinschaft. Man hört ihn nämlich. Unentwegt!

Zwar beginnt das Werder-Gastspiel erst in diesen Minuten, aber schon seit Stunden „unterhält“ er ganz Loga auf seine Art. Furchtbar! Sagt ihm denn keiner, daß es nicht sehr angenehm ist, wenn jemand permanent ins Mikrofon grölt? Poppen ist nur schwer zu ertragen.

Ich erinnere mich noch an eine Weihnachtsfeier auf dem Denkmalsplatz vor etwa 2 oder 3 Jahren, wo anwesende Gäste ins Sparkassen-Gebäude geflüchtet sind, weil Johannes Poppen das Mikrofon nicht aus den Händen legen wollte.

Die meisten Menschen sind als Kinder mit einem Teddy oder einem Nuckeltuch eingeschlafen. So war das jedenfalls bei mir. Poppen wird wohl schon als Baby mit einem Mikrofon aufgewacht sein.

Ich habe den Eindruck, er meint, daß alle Zuschauer nur deshalb zum Sportplatz in Loga gekommen sind, um ihn zu hören. Dem ist aber nicht so. Ich fürchte, Johannes Poppen sagt vermutlich noch die
Mannschaftsaufstellungen an und begrüßt die Zuschauer, wenn die Werder-Mannschaft schon auf der Rückfahrt kurz vor Bremen ist.

Dazu paßt auch der Schlachtruf eines 16jährigen, der beim Verlassen des Frisiageländes rief: „Werbegemeinschaft, Werbegemeinschaft, bla, bla, bla!“

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