Gerichtstermin mit Afghanen

Ich erinnere an den unübersehbaren Bericht in der OZ über einen Afghanen, der endlich abgeschoben werden sollte, nachdem er jahrelang dem deutschen Steuerzahler zur Last gefallen war. Ein Aufschrei von Erbosten.

Kurz darauf (vor etwa zwei Wochen) fand beim Amtsgericht Leer ein Strafprozess statt. Angeklagt war ein Afghane. Der Vorwurf? Versuchte Vergewaltigung und so. Volles Programm (ähnlich mit dem in Wien, als drei Afghanen kürzlich ein Mädchen …). Die Presse war bei dem Termin. Stundenlang. Und was war davon in der OZ zu lesen? Nichts. Erstens war es ein Afghane und kein Deutscher und zweitens hätte die OZ auch schreiben müssen, was für deutliche Worte im Termin gesprochen wurden. Der Richter war nämlich ein richtiger Richter alter Schule und kein Nachwuchsrichter aus der Kategorie Gutmenschen. So aber passte der Bericht wohl nicht in das Konzept der OZ. Eine Informationspflicht gibt es wohl nur in der Theorie.

Auf der Titelseite der Ostfriesen Zeitung steht seit Jahrzehnten „unabhängig und überparteilich“. Ja, das war die OZ auch. Bis Joachim Braun Chefredakteur der OZ wurde.

Gerd Koch

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