Pressesprecher beim Landkreis Leer

In seiner Freitagskolumne beschäftigt sich Joachim Braun (Chefredakteur der OZ) in der heutigen Ausgabe der Ostfriesen-Zeitung mit Pressesprechern. Pressesprecher zu sein, ist grds. ein verantwortungsvoller Job. Das kann nicht jeder. Dazu zähle ich Philipp Koenen. Der war zuvor Redakteur bei der Ostfriesen-Zeitung und erfreut sich jetzt seines Lebens beim Landkreis Leer – bei praktisch null Stress und (zu) hohem Gehalt. Wofür eigentlich?

Ich habe Philipp Koenen in meiner Zeit als Mitglied des Kreistages eigentlich nur aktiv erlebt, wenn er die Fenster in regelmäßigen Abständen im Sitzungssaal öffnete und wieder verschloss. Harter Job…. Es war für alle im Kreistag von Anfang an klar, dass Koenen nie das Niveau seines Vorgängers erreichen würde (Dieter Backer war ein absoluter Profi, der allerhöchstes Ansehen bei allen genoss). Aber Koenen profitierte davon, dass der Landrat sein gefühlter Nachbar war und ist (beide wohnen in Ostrhauderfehn). Mit der Entscheidung, Philipp Koenen zum Pressesprecher zu machen, hat Matthias Groote sich und der Kreisverwaltung einen Bärendienst erwiesen. Ein Pressesprecher beim Landkreis Leer sollte was von Verwaltung verstehen und zeitnah plausible Auskünfte erteilen können (die nicht immer stimmen müssen). Ich konnte nie erkennen, dass Philipp Koenen das beherrscht. Und dabei war der Landkreis Leer vor Groote auf einem hohen Level. Aber das war einmal.

Gerd Koch

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