Abschiedsreden

Nirgendwo wird so viel gelogen wie in Todesanzeigen. Das ist nichts Neues. Aber auch bei Abschiedsreden. Gestern wurden die nach der letzten Kommunalwahl freiwillig Ausgeschiedenen, aber auch Abgewählten, anlässlich der Ratssitzung vom Ratsvorsitzenden Hauke Sattler und von Bürgermeister Claus-Peter Horst in lockerer Runde verabschiedet. Es fehlte aber auch hier und da nicht die Ironie. So auch bei Michael Runden. Bürgermeister Horst unterstellte ihm, dass er gut vernetzt und in der Lage war, Mehrheiten zu beschaffen. Wer das Innenleben im Rathaus kennt, weiß, was der Bürgermeister damit meinte. Mehrheiten beschaffen, ja, das konnte Michael Runden. Herr Horst hätte nur noch ergänzen müssen „Wenn es um seine eigenen Interessen geht, auf jeden Fall“. An dem geplanten und höchst umstrittenen Monsterbau Ubbo-Emmius-Straße/ Ecke Hajo Unken-Straße hat Michael Runden nämlich ein persönliches Interesse und hatte dafür schon mit Entscheidungsträgern private Kontakte geknüpft. Frau Kuhl hatte das erkannt und den Bau nicht durchgewunken (passt da in der Form ja auch nicht hin).

Heute Abend wird Heinz Feldmann, der Sparkassenvorstand, in illustrer Runden verabschiedet. Vermutlich auch da nur höchste Lobgesänge, obwohl es während seiner Zeit ungewöhnlich viel und berechtigte Kritik gab. Aber Negatives bei einem Abschied? Das gehört sich nicht. Wie in Todesanzeigen …..

Gerd Koch

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