Probleme der Tageszeitungen

Komme gerade aus Tschechien zurück. Kraslice, Karlsbad, Marienbad. Typische Reiseziele für alte Leute…. Auf der Rückfahrt gestern fiel mir in der Nähe von Zwickau in der Vogtlandbahn die sächsische Tageszeitung „Freie Presse“ in die Hand. Ich erinnerte mich gleich an einen Bericht auf MDR vor einiger Zeit. Das sprach der Gesamtchefredakteur der „Freien Presse“ ganz offen über die Probleme von Tageszeitungen, also auch von denen seiner Zeitung. „Eine Tageszeitung kann langfristig nur überleben, wenn man auf Lokales setzt“, war seine These. Und was macht die Ostfriesen-Zeitung mit ihrem hochdekorierten Joachim Braun? Die fährt offensichtlich einen anderen Weg, nämlich einen gegenteiligen. Sonst wäre „Charly“ Braun und seinen hochqualifizierten Lokalredakteuren auch nicht eine ganz besondere Leistung von Leeranern entgangen (Stichwort Alpenüberquerung). Aber so ist das, wenn eine Lokalzeitung redaktionell mit Leuten arbeitet, die keinen Bezug zum Lokalen haben und nicht einmal in Leer wohnen.

Noch einmal zurück zum Gesamtchefredakteur der „Freien Presse“. Er ist der Boss von gleich mehreren Chefredakteuren (jeder Bezirk hat einen eigenen Chefredakteur), die sich die sächsische Tageszeitung leistet. Und dieser Gesamtchefredakteur. Was für ein offener Mensch! Ein ganz anderer Typ als OZ-Chefredakteur Joachim Braun. Auch optisch.

Gerd Koch

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