Braun und sein Rückblick

Joachim Braun, der selbstverliebte Chefredakteur der OZ, gibt aktuell wieder seine Jahresbilanz zum Besten. Auf Youtube. Natürlich sehr viel, was alles gut gelaufen ist. Was schlecht gelaufen ist? Das verschweigt der erfahrene Schreiberling entgegen des Gebotes der journalistischen Ausgewogenheit. Ebenso keine Frage danach, was die Redaktion von den Menschen lernen kann für ihre Arbeit (wahrscheinlich kann sie alles). Nun gut, PR beherrscht Joachim Braun ja (vor allem in eigener Sache – wie auch die aktuellen Branchenauszeichnungen zeigen). Allerdings ist es höchst bedenklich, wie viel mehr Abonnenten und damit Leserverluste die ZGO unter seiner Führung im Vergleich zu anderen Zeitungen kontinuierlich erleiden muss. Wer in seinem Jahresstatement zu gefühlt 90 Prozent über Allerweltsthemen spricht, der hat halt das Konzept einer lokalen und regionalen Zeitung wahrscheinlich bis heute nicht verstanden bzw. verinnerlicht. Jedenfalls scheinen viele Ostfriesen bis heute noch nicht begriffen zu haben, warum Braunscher Journalismus für Ostfriesland das Beste überhaupt ist. Ich übrigens auch nicht…

Eine Hoffnung aber bleibt: Für gewöhnlich haben Chefredakteure Verträge mit einer Laufzeit. Oft sind es fünf Jahre. Das würde bedeuten, dass der „Auflagenverbrenner der OZ“ (Zitat aus der Branche) aktuell das letzte Mal auf sein Jahr in der ostfriesischen Provinz zurückgeschaut hat.

Gerd Koch

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