Kellner und sein Stolz!

Er ist schon „eine heiße Type“ – unser Bürgermeister. Kellner und sein Stolz!

Wenn er mich derzeit massiv attackiert und er seinen Spaß daran hat, dann soll er es tun. Und wenn er noch einen Journalisten hinter sich weiß, der nicht zufällig den „Harlinger Anzeiger“ verlassen mußte (Dr. Blume, Verleger aus Jever und mit 10% bei der OZ beteiligt, mußte schon „behilflich“ sein), macht es ihm wohl doppelte Freude. Sei`s drum! Aber irgendwann wird`s peinlich für den Bürgermeister; er ist auch schlicht überfordert!

Heute hat der Zweckverband der Sparkasse getagt. Mit mir natürlich! Das konnte Kellner gar nicht verhindern. Zwar hat er mit seinem Abstimmungsverhalten in der letzten Ratssitzung dazu beigetragen, daß ein Verstorbener (!) nach wie vor Mitglied dieses Gremiums ist und bleibt, aber ich bin ein gewählter Vertreter. Und Kellner wußte auch, daß er daran nichts ändern kann!

Vor der letzten Ratssitzung hat er nämlich rathausintern die Rechtslage prüfen lassen. Das Ergebnis war eindeutig: Ich mußte der Nachfolger des verstorbenen Heinrich Saathoff werden. Und dennoch hat er nicht nur gegen meine Wahl gestimmt, sondern es auch unterlassen, die entsprechenden Schritte nach der Nieders. Gemeindeordnung (NGO) einzuleiten. Als Bürgermeister wäre er dazu verpflichtet gewesen. Er hat es aber bewußt nicht getan und damit bewußt einen Rechtsbruch unterstützt. Das nennt man Rechtsbeugung. Nicht alles kann Kellner mit seiner Schul- und Vorbildung entschuldigen.

Vom Landkreis hat er deshalb auch eine Anhörung bekommen und ist zu einer Stellungnahme aufgefordert worden. Die ist auch schon fertig und liegt unterschriftsreif im Rathaus, aber er traut sich offensichtlich nicht, diese abzuschicken. Der –sinngemäße- Inhalt: „Ich weiß, daß die Entscheidung des Rates falsch ist. In der nächsten Ratssitzung wird sie korrigiert!“ Was soll man dazu sagen? Gibt es etwas Peinlicheres?

Kellner selber beruft sich immer auf die NGO, wenn er sich wieder auf den Schlips getreten fühlt. Aber die NGO gilt offensichtlich nur für ihn, den Bürgermeister, der stolz auf den Rat ist. Die Mitglieder der AWG sind auch „stolz“ auf so viel Peinlichkeit. Aber so ist das, wenn die Sozis nicht in der Lage sind, einen geeigneten Kandidaten ins Rennen zu schicken. Im Vergleich zu seinen Vorgängern ist Kellner allenfalls drittklassig. Und das haben die Wählerinnen und Wähler bei der letzten Kommunalwahl auch deutlich gemacht: Obwohl Kellner Amtsinhaber war, haben ihm etwa 75% der Wahlberechtigten ihre Stimme nicht gegeben. Ziemlich deutlich, oder?

Gerd Koch

Wordpress fireworks powered by nkfireworks