Zollhausverein: Die OZ-Berichterstattung

Vergangenen Donnerstag berichtete die OZ nahezu ganzseitig über eine Mitgliederversammlung des Zollhausvereins. Nachdem die langjährige Geschäftsführerin gegangen ist bzw. gehen musste, werden plötzlich auch die Zollhaus-Verantwortlichen deutlich und erklären öffentlich, was sie von Birgitta Heller halten. Nichts!

Aber was soll man davon halten, was der OZ-Redakteur Wolfgang Malzahn, bekannt als städtisches HB-Männchen, geschrieben hat. Er lügt den Lesern der Ostfriesen-Zeitung „die Hucke voll“! Malzahn schreibt u. a., dass der riesige Schuldenberg beim Zollhausverein „augenblicklich noch 98.000,– Euro“ betrage. Was für ein Unsinn. Die weiteren Verbindlichkeiten von etwa 700.000,– € (!) werden einfach verschwiegen, um letztlich zu erreichen, dass Stadt und Landkreis Leer „lächerliche 50.000,– €“, wie er schreibt, endlich auszahlen. Steuergelder! So kann man seine Leser auch verarschen – als eine Bezahl-Zeitung!

Und das geschieht offensichtlich mit Duldung, Wissen und Billigung der Chefredaktion. Den oberen in der Redaktionsetage dürfte aufgrund eigener Berichterstattungen nicht verborgen geblieben sein, dass Herr Malzahn mit falschen Zahlen jongliert. In der Vergangenheit ist nämlich bereits über die Verbindlichkeiten beim Zollhausverein berichtet worden, die an der Millionengrenze lagen. Und auf einmal sind es nur noch knapp 100.000,– €. Wie lächerlich diese Art der Volksverdummung!

Das hätte es zu Zeiten eines Kurt Wilken als Chefredakteur und auch danach niemals gegeben. Die OZ hat offensichtlich einen neuen Weg eingeschlagen. Das Niveau dieser Zeitung hat erschreckende Ausmaße angenommen! Vor diesem Hintergrund der malzahnschen Berichterstattung wundere ich mich auch nicht mehr, dass der OZ-Mann von Wittmund nach Leer wechseln musste. Dem ziemlich gesicherten Vernehmen nach hatte seine vorherige Verlegerin von ihm „die Nase voll“, nachdem er zuvor, wie auch aus Journalistenkreisen zu erfahren ist, eine „Bewährungsfrist“ hat verstreichen lassen. So geht`s im Leben, wenn man seiner Aufgabe nicht gewachsen ist.

Gerd Koch
Fraktionsvorsitzender der AWG im Rat der Stadt Leer

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