OZ-Leserbriefe

Das ist zu auffällig!

Kein kritischer Leserbrief war bislang in der OZ wegen des geplanten Sparkassen-Neubaus zu lesen. Wie aus gut unterrichteten Kreisen zu hören ist, geschah das bislang bewußt nicht. Immerhin haben die ECE-Leute nach meinem Kenntnisstand einen jährlichen Werbeetat in Höhe von mehr als 100.000,– € vorgesehen. Da will natürlich auch die OZ teilhaben. Also: Bloß nichts Kritisches über das geplante ECE-Vorhaben veröffentlichen. Es könnte ja Ärger mit den ECE-Machern geben. Kuschen heißt die Devise, obwohl den Zeitungsleuten in Logabirum durchaus bekannt ist, daß die Mehrheit in der Bevölkerung das Einkaufsmonster ablehnt, weil es einfach nicht nach Leer paßt.

Kuschen? Nee, wer sich kritisch über das ECE-Vorhaben in der Innenstadt äußert (siehe heutige OZ), der wird auch noch verbal angegriffen. Die ECE-Gegner sind die Bösen. So wird heute Politik gemacht. Auch Zeitungspolitik! Der Leser wird, wenn einseitig berichtet und kommentiert wird, schlicht und ergreifend manipuliert. Unabhängigkeit sieht anders aus. Davon ist die OZ weit entfernt. Nur das, was paßt, kommt ins Blaadje. Die AWG-Haltung ist eindeutig: Wir wollen kein ECE-Center. Und wir lassen uns auch nicht verbiegen (das überlassen wir anderen Ratsmitgliedern).

Übrigens: Der Oldenburger Noch-Oberbürgermeister ist deshalb gewählt worden, weil er sich im Vorfeld seiner Wahl gegen ein ECE-Einkaufscenter ausgesprochen hat. Kaum im Amt, ist er umgeschwenkt und unterstützt das Oldenburger ECE-Vorhaben. Spielen da und in Leer vielleicht „gewisse Dinge“ eine Rolle? Persönliche Vorteile für hier und da? Ein böser Schelm, wer so was denkt!

Gerd Koch
Fraktionsvorsitzender der AWG im Rat der Stadt Leer

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