Kellner und das Missverständnis

„Politik missbilligt Bürgermeister-Schreiben“

So lautet die Überschrift über einen OZ-Artikel in dieser Woche, nachdem Kellner Briefe an „die Förderer der Altstadt“ geschrieben hatte. Alle, jedenfalls fast alle im Rat vertretenen Parteien, äußern sich hierzu kritisch und vorwurfsvoll. Nur einer nicht. Heinz Dieter Schmidt, der Fraktionsvorsitzende der SPD und ständige Ja-Sager sowie Kellner-Unterstützer (Sein Standardsatz: „Was Sie gesagt haben, ist richtig, Herr Bürgermeister“). „Überflüssig“ nennt Schmidt das Schreiben. Er hält es im Kern also für inhaltlich richtig, nur eben „überflüssig“. Auch wenn sich das SPD-Verhalten in den nächsten Monaten ändern wird (Wahlen stehen bevor!), aber nach dem 11. September wird wieder alles, was vom Bürgermeister kommt, wohlwollend von den Sozis abgenickt – zunehmend auch mit Unterstützung der CDU. Konstruktive Politik sieht anders aus. Aber dafür gibt`s ja die AWG. Und –zugegeben- auch noch andere aufrichtige Ratskollegen und vor allem Ratskolleginnen, die Kellner zusetzen.

Apropos Kellner: Der Bürgermeister fühlt sich, so ist in der Zeitung zu lesen, wegen des Briefes „missverstanden“. Ach so, die Leser des Briefes haben Schuld, weil sie den Inhalt nicht verstanden haben. Wie kann man den Unfehlbaren auch nur kritisieren!

Bei der Gelegenheit wünsche ich allen Lesern dieser Seite besinnliche Weihnachten. Und bleiben Sie uns treu. Mehr als 50.000 Besucher auf dieser Seite sind kein Zufall (obwohl mir gesagt wurde, dass nicht alle, die unsere Homepage anklicken, auch gezählt werden – es müssen also noch mehr Leser sein). Hier können Sie weiterhin Interessantes lesen. Auch über die Festtage – meine Fraktionskollegen und ich sind immer für Sie da!

Gerd Koch
Fraktionsvorsitzender der AWG im Rat der Stadt Leer

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