Kellner und der Fummel

Die OZ hat`s ihm und den Lesern erspart. Sie hat nämlich kein Foto von Kellner nach der Kommandoübergabe in dieser Woche gebracht (worüber er bei seiner bekannten Mediengeilheit sicherlich enttäuscht war). Vermutlich aus Mitleid. Vielleicht sollten dem Bürgermeister und den Lesern aber auch Peinlichkeiten erspart bleiben.

Während der Übergabeveranstaltung schritt Kellner mit dem General und den beiden Oberstärzten die Front ab. Alle Soldatinnen und Soldaten standen stramm und waren, wie überhaupt alles, dem herausragenden Ereignis angepaßt. Und Kellner? Um seinen Hals wehte ein offensichtlich selbstgestrickter Fummel. Den konnte man gestern im Sonntags-Report „bewundern“. In der Sonntags-Zeitung war er nämlich mit seinem Ding zu sehen, als ihm von Gewerkschaftvertretern Unterschriften überreicht worden sind. Dafür mag so`n Fummel reichen, aber damit Front abzulaufen, nee, das war hochnot peinlich. Aber wer soll`s ihm sagen? Seine derzeitige Holde sicherlich nicht. Wenn Kellner aber wüßte, wie im Nachhinein über sein Äußeres gesprochen wurde, dann würde er ihn künftig allenfalls für einen Besuch bei einer Glühweinbude oder bei Gartenarbeiten umtun – wenn überhaupt. Bei dem Anlaß am Donnerstag jedenfalls war sein Äußeres -vorsichtig ausgedrückt- höchst unpassend. Einfach peinlich! Hätte nur noch gefehlt, daß er mit Turnschuhen salutiert hätte.

Und seine anschließende Rede in der BW-Mehrzweckhalle, wo er auch vor zahlreichen Offizieren sprechen mußte. Auch Backe! Lassen wir`s. Ich glaube nicht, daß Kellner es „trotz“ seiner Vorbildung zum Leutnant gebracht hat. Hauptgefreiter vermute ich – wenn überhaupt.

Übrigens: Der Landrat war am heutigen Nachmittag (Heiligabend) im Kreishaus bei der Arbeit. Ich glaube nicht, daß Herr Kellner heute im Rathaus auch nur einen Finger krumm gemacht hat.

Gerd Koch, Fraktionsvorsitzender der AWG

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