Kellner und die Gewalt

Ich habe es in Erinnerung. Bürgermeister Kellner ist, so jedenfalls seine Worte, kein Freund von Gewalt. Das sagt er. Aber sieht die Praxis nicht anders aus?

Bei dem Punktspiel zwischen Borussia Leer und Kickers Leer ist es am vergangenen Wochenende, ich will es mal so formulieren, zu äußerst unschönen Begleiterscheinungen gekommen. Auch zu üblen Gewaltszenen. Mit keinem Wort hat der Bürgermeister das bislang angeprangert (dafür begibt er sich lieber auf „Nebenkriegsschauplätze“). Wer sich aber so wie Kellner verhält, sich also von der Gewalt Leeraner Fußballer nicht ausdrücklich abwendet, der lässt zwangsläufig die Vermutung aufkommen, dass er sie duldet. Auch wenn er, wie heute noch nicht nur in Juristenkreisen erzählt wird, schon als Kind „ein Schisser“ gewesen sein soll, sollte der Bürgermeister jetzt den „Mut“ haben und sich von den Krawallen auf einem Leeraner Sportplatz am letzten Wochenende distanzieren, diese verurteilen und Konsequenzen fordern, falls seine Anti-Gewalt-Äußerungen in der Vergangenheit nicht nur Lippenbekenntnisse waren.

Gerd Koch, Fraktionsvorsitzender der AWG im Rat der Stadt Leer

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