Meyer-Werft

Nach dem tragischen Tod zweier Leiharbeiter in Papenburg stelle ich fest: Es gibt auf dieser Welt nur Gutmenschen. Sie alle melden sich jetzt zu Wort. Typisch!

Es kann mir aber niemand erzählen, daß weder der Firmenleitung noch dem Betriebsrat die zum Teil menschenunwürdigen Unterkünfte der von Sklavernhändlern vermittelten Rumänen bekannt waren. Auch die Kirchen und Gewerkschaften sollen nicht so tun als ob (auch SPD-Chef Gabriel hat sich jetzt zu Wort gemeldet. Der fehlte auch noch). Es ist wie so häufig: Es muß erst etwas passieren. Und es wird jetzt etwas passieren. Für die Toten allerdings zu spät.

Die Verantwortlichen der Meyer-Werft sollten mal überlegen, ob es nicht möglich und sinnvoll wäre, mit eigenen Leuten zu arbeiten, die angemessen bezahlt werden. Rumänen sind ja nicht zufällig auf dem Papenburger Werft-Gelände tätig. Konkurrenz hat es für die Meyer-Werft immer gegeben. Auch in den 70er Jahren und danach. Da ist man aber durch Qualität positiv in Erscheinung getreten. Nur durch Qualität.

Apropos Gutmenschen. In der OZ meldet sich anläßlich des heutigen 95. Geburtstages von Nelson Mandela ein Auricher Pastor zu Wort. Wenn ich die angegebenen Jahreszahlen mir mal vor Augen führe ….. Gerhard Küsel ist jetzt 66. Er will es sich mit der Geheimpolizei schon damals verscherzt haben. Da war er wie alt? Wer rechnen kann …… Noch so`n Gutmensch!

Gerd Koch, Fraktionsvorsitzender der AWG im Kreistag

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