OZ-Niveau

OZ und Niveau: Das ist schon ein Widerspruch in sich. Die Ostfriesen-Zeitung hat kein Niveau und ist ihr Geld nicht wert. Einige aktuelle Beispiele gefällig?

1. An diesem Wochenende war zu lesen, Bürgermeister Kellner habe in einem Pressegespräch „verraten“, dass er noch für zwei weitere Jahre antreten werde. Unter einem Pressegespräch verstehe ich, dass mehrere Pressevertreter bei einem Gespräch zugegen sind. Hier dürfte es aber so gewesen sein, dass -nur- der OZ-Reporter Edgar Behrendt einer Tee-Einladung seines Kumpels Kellner gefolgt sein dürfte. Es war demnach ein „Vier-Augen-Gespräch“ – ohne die unterschwellig vorgegaukelten Pressevertreter.

2. OZ-Redakteur Uwe Prins, der schon mal seinen Führerschein abgeben musste wegen … (Prost!), schreibt in einem Auto-Artikel, dass der Dieselmotor des BMW 420d nur 4,7 Liter Super auf 100 km verbraucht. Ein Dieselmotor verbraucht Super? Das ist mir neu.

3. Gestern OZ auf Seite 41. Da steht unter „Familienanzeigen“, dass eine Frau am 30. Oktober gestorben ist, aber die Beerdigung hat schon am 05. Oktober stattgefunden. Demnach müsste die Frau lebendig beerdigt worden sein – glaubt man der Ostfriesen-Zeitung. Einfach nur peinlich. Unterirdisch!

4. Morgen wird dieses, jedenfalls in der Norder Ausgabe, zu lesen sein, wie heute schon der OZ-Homepage entnommen werden kann:

„Betrunkene Radfahrer: Strafverwahren eingeleitet. Einer gestürzten Radlerin wollten Polizisten in Norden am Sonnabend helfen – und merkten dann, was der Grund für den Sturz war: 3,37 Promille Alkohol im Blut. Damit war sie in guter Gesellschaft.“

Früher konnte man Strafverfahren lesen (was allerdings auch falsch ist, denn es wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet, kein Strafverfahren). Das Wort „Strafverwahren“ dürfte aber falsch sein – so oder so! Am Ende dieses Artikels ist übrigens der nächste „Klopfer“ zu lesen. Aber so ist es eben, wenn man sich keinen Korrekturleser mehr leistet bzw. leisten kann. Niveau jedenfalls sieht anders aus!

Gerd Koch

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