Tourenskippertreffen

Michael RundenAm kommenden Wochenende steht Leer unter dem Motto „Leer-Maritim“. 80 Boote werden erwartet. Nur noch 80. Da fragt man sich, ob sich der ganze städtische Aufwand überhaupt noch lohnt.

Als Günther Boekhoff Bürgermeister war (er hat die Veranstaltung ins Leben gerufen), konnte man nur staunen. Was für eine Farbenpracht; was für ein Ereignis! Mehr als 200 Tourenskipper machten in Leer fest und sorgten in der Geschäftswelt auch für entsprechende Umsätze. Jetzt sind es gerade noch 80 Boote, die im Leeraner Hafen festmachen. Die Tendenz ist seit Jahren rückläufig. Bürgermeister Kellner hat die Veranstaltung maßgeblich heruntergewirtschaftet; er hat das Tourenskippertreffen „in die Grütze gefahren“. Es sollte überlegt werden, ob sich der ganze Aufwand überhaupt noch lohnt.

Entweder wir beenden das maritime Spektakel oder es muß aufgepäppelt werden. Der jetzige Aufwand ist einfach zu groß. Somit ist auch das Kosten-/Nutzenverhältnis nicht mehr im Lot.

Unverständlich ist in diesem Zusammenhang auch, dass seit Jahrzehnten am Samstag erstmals der Wochenmarkt nicht stattfindet. Weil Herr Kellner die Beschicker nicht rechtzeitig in die Planungen einbezogen hat, muß er ausfallen. Er wolle lieber „Kinder statt Kartoffeln“. So hat sich der -kinderlose- Bürgermeister geäußert. Deshalb sei kein Platz für den Wochenmarkt. Dabei vergißt er aber, daß mehr Leute auf dem Wochenmarkt einkaufen , als Tourenskipper in der Fußgängerzone ihr Geld lassen.

Michael Runden, Fraktionsgeschäftsführer der AWG im Rat der Stadt Leer

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