Die Doppelmoral der Ostfriesen-Zeitung

091025_gkViele werden`s nicht mitbekommen haben. Auf Seite 16 der Ostfriesen-Zeitung war gestern ein bemerkenswerter Artikel zu lesen. „Verleger klagen über Mindestlohn“ stand im Wirtschaftsteil. Was für eine Verlogenheit!

Gerade die Zeitungen, auch die OZ, sind es gewesen, die das Mindestlohngesetz nicht nur unterstützt, sondern sogar gefordert haben. Und jetzt? Die Verleger warnen vor den negativen Folgen der gesetzlichen Regelung. Sie sind selber betroffen und fühlen sich als Opfer. Auf einmal. Gilt jetzt alles nicht mehr? Was für eine Doppelmoral!

Und „der Hit“: Am Ende des Jammer-Artikels warnt der Bundesverband der Zeitungsleute, dass infolge des Mindestlohngesetzes „die Pressevielfalt auf der Strecke bleibt“. Pressevielfalt? Was ist das denn? Kennt der Verband denn nicht die Leeraner Verhältnisse?

Gerd Koch, Fraktionsvorsitzender der AWG

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