Demütigung von Siegmar Gabriel

091025_gkMir stellte sich vor der heutigen Abstimmung die Frage: Bekommt Siegmar Gabriel beim SPD-Parteitag über 80% oder bleibt der Vorsitzende darunter. Die Antwort seiner eigenen Genossen war noch eindeutiger.

Nicht einmal jeder Vierte hat ihren Chef wiedergewählt. Gerade 74 % für den SPD-Vorsitzenden sind keine Schlappe; das Ergebnis ist unterirdisch. Es bedeutet praktisch das Ende von Gabriel. Inzwischen haben auch die Genossen offensichtlich erkannt, dass er ein machtgeiler Sozialdemokrat ist, dem es nur um persönliche Vorteile geht. Gabriel fehlt jeglicher sozialdemokratischer Stallgeruch. Eben das, was Herbert Wehner, Helmut Schmidt, Egon Bahr und Willy Brandt auszeichnete.

Aber was sind das für Feiglinge in der SPD, die zwar gegen Gabriel gestimmt, sich aber nicht getraut haben, einen eigenen Kandidaten aufzustellen. Wäre Hannelore Kraft (NRW-Chefin) nicht eine ernthafte und glaubwürdige Gegnerin gewesen? Auch für Merkel bei der nächsten Bundestagswahl? Nun ist es aus!

Aber Gabriel klebt an seinem Posten (wie auch hiesige Genossen an ihren Mandaten). Die nächste Wahl mit Gabriel als Kanzlerkandidat ist für die SPD schon gelaufen. Merkel und Co klopfen sich bereits jetzt auf die Schenkel. Womit? Mit Recht! Welcher unentschlossene Bürger wird denn Gabriel wählen, wenn nicht einmal die eigenen Genossen hinter ihm stehen?

Gerd Koch

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