Parkdeck bei der Kaserne

091025_gkDie OZ berichtet in ihrer Samstagsausgabe darüber. Im Mittelpunkt steht die Feststellung, dass das nicht benutzbare Parkdeck an der Papenburger Straße nachts beleuchtet ist. Mit Verlaub: Das interessiert keine Sau!

Mir fällt vielmehr auf, dass die Firma Jansen es bis zum heutigen Tage nicht geschafft hat, das „Werk“ benutzbar zu machen. Aber so ist das, wenn man nicht durchgängig arbeitet. Die emsländische Firma aus Aschendorf war nicht in der Lage, die paar Gestelle zeitnah übereinander zu schichten? Das ist doch kein Lebenswerk. Ein wenig basteln. Wie mit den LEGO-Steinen. Eine Gruppe 12jähriger Schüler mit einem Metallbaukasten hätte das in kürzerer Zeit erfolgreich beendet. Aber so ist das, wenn der Staat Auftraggeber ist. In den Baumanagement-Abteilungen sitzen nun einmal nicht die Pfiffigsten. Sonst wären die Bau-„Experten“ ja nicht in den öffentlichen Dienst gegangen……

Ganz anders das Müller-Gebäude in der Mühlenstraße. Die Firma Gruben aus Potshausen baut die neue Drogerie gegenüber Rossmann. Für einen Privatmann, nicht für den Staat. Da sieht man täglich Fortschritte. Kein Wunder. Sogar am Wochenende wird dort gebaut. Das macht eben den Unterschied. Hier Gruben aus Ostfriesland und bei der Kaserne Jansen aus dem Emsland. Noch Fragen?

Ach, da nehmen wir noch dieses mit. Beim Amtsgericht wird derzeit eine Feuertreppe errichtet. Man faßt sich an den Kopf. Es gibt dort drei Etagen. Aber der Fahrstuhl geht nur bis zur zweiten. Es kann also (was auch noch nie notwendig war) kein Rollstuhlfahrer ganz nach oben. Das zuständige Gebäudemanagement (Staat!) hat gleichwohl darauf bestanden, daß die neue Feuertreppe ab der dritten Etage runter behindertengerecht gebaut werden müßte, obwohl … Ich habe es ja schon geschrieben. Rauf nach ganz oben kann kein Rollstuhlfahrer gelangen. Was müssen die Manager für Vollpfosten sein!

Aha. Jetzt habe ich es kapiert: Das völlig irre anmutende Ausmaß der neuen Feuertreppe beim Amtsgericht ist mit Bedacht in der monströsen Dimension ausgewählt worden und zwar für den nicht unwahrscheinlichen Fall, dass in den oberen Stockwerken des Gebäudes irgendwann einmal eine Elefanten-Herde untergebracht werden sollte. Dafür wäre natürlich eine unauffällige schlanke Variante untauglich. Als weiterer Vorteil kommt hinzu, dass wir mit dem grandiosen Bauwerk nun in Leer eine neue Touristen-Attraktion haben. Die Stadtführer sollten künftig Gästen unserer Stadt bei ihren Touren die neue Feuertreppe beim Amtsgericht nicht vorenthalten.

Gerd Koch

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