Rummenigge und die Selbstüberschätzung

Koch-BeitragTaktisch sehr clever. Oder besser: Einfach nur dämlich! Vor dem Spiel der Bayern in Madrid hat deren Vorstand Karl-Heinz Rummenigge dem türkischen Schiedsrichter Cakir „Betrug“ vorgeworfen und wunderte sich nach dem Spiel über ein Handspiel eines spanischen Spielers, das dieser nicht geahndet habe.

Erstens: Das war ein Handspiel, aber nicht regelwidrig, weil die ABSICHT fehlte. „Fachleute“ sprechen gerne von einer „Vergrößerung der Körperfläche“. Das ist ein erfundener Sprachgebrauch und steht in keinem Regelbuch. Nicht einmal bei Alexander Meiborg.

Zweitens: Wenn man einen Schiedsrichter nach einem Spiel einen Betrüger nennt, darf man sich nicht wundern, wenn der Schiedsrichter bei der nächsten Begegnung dieses oder jenes anders auslegt. Das war schon vor 50 Jahren nicht anders. Schiris haben häufig ein Langzeitgedächtnis…

Das Spiel selbst hatte allerhöchstes Niveau. Und der türkische Schiedsrichter Cakir? Seine Leistung war ebenfalls Weltklasse. Da kann Rummenigge, der keinen Beruf erlernt hat, einfach nicht mithalten. Dann sollte er aber besser mal die Schnauze halten.

Gerd Koch

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