Kapitän der Friesenfähre

Koch-Beitrag„Ich schätze, es waren Kraftstoffdiebe, da die auch in WOL unterwegs waren“. Ob das so richtig ist, wie eine bekannte Ihrhover Politikerin vermutet, kann ich nicht beurteilen. Aber selbst als Laie wage ich zu behaupten, dass mit dem Schiffsführer der „Friesenfähre“ etwas nicht stimmen kann. Die defekte Tankuhr soll`s gewesen sein, die Menschen in höchste Not gebracht haben? Oft ist ja eher der Mensch der Unsicherheitsfaktor und weniger eine Tankuhr. Da der Fährmann immerhin nach eigenen Angaben von 1965 bis 2015 (50 Jahre!) weltweit auf Containerschiffen gefahren ist, müsste er eigentlich schon weit über 70 Jahre alt sein. Irgendwann sollte man vernünftigerweise aus Sicherheitsgründen das Ruder abgeben, insbesondere bei der Personenbeförderung. In einigen Staaten gibt es zumindest Altersgrenzen für die Personenbeförderung im Straßenverkehr eine vorgeschriebene medizinische Untersuchung. Ist das auf den Weltmeeren anders?

Wer als Schiffsführer („Kapitän“ wäre wohl etwas zu hochtrabend) mit der Beförderung von Passagieren beauftragt ist, hat eine besondere Sorgfaltspflicht. Wer dann die Passagiere gefährdet ( die Sache muss natürlich zweifelsfrei geklärt werden) und –wie auch immer- ohne Spritzufuhr unterwegs ist, der muss sein Patent abgeben. Und die zuständigen Behörden müssen ermitteln.

Gerd Koch

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