Die Doppelmoral der OZ

Koch-BeitragSie legen die Finger in offene Wunden. Auch wenn es um Schlechtbezahlungen geht. Und das ist gut so. Aber wie sieht es bei der OZ selber aus?

Die Zeitungen suchen händeringend Autoren. Auch die OZ hat bislang Reporter gesucht. Das heisst bei Zeitungen in der Regel: Pauschalisten. Die verdienen pro Auftrag oder kriegen eine geringere monatliche Vergütung. Jetzt sucht die OZ, so war zu lesen, erstmals Redakteure mit der Folge, dass das Blatt so ganz billig nicht mehr gefüllt werden kann. Dennoch: Der Verdienst eines neu eingestellten Redakteurs entspricht dem Anfangsgehalt einer Altenpflegerin. Daher: Jeder, der bei der OZ keinen Altvertrag hat und irgendwo unterkommen kann, rennt weg. Und das sind bei der OZ leider die Guten. Bei den Arbeitszeiten und der Doppelbelastung durch Online und Video kann das nicht verwundern. Wer da als Redakteur mitmacht, hat wahrscheinlich noch den Enthusiasmus der eigenen Schülerzeitung von der Gesamtschule.

Gerd Koch

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