Unruhe bei der Sparkasse

Selbst im hohen Norden sind mir die Aktualitäten in der Stadt Leer nicht verborgen geblieben. Für unsere Medien wahrscheinlich zu aktuell. Oder es ist zu wenig Platz auf der Leeraner Seite (da wird auf der Krummhörn-Seite lieber über Radwanderungen in Rysum geschrieben). Was ist in Leer bei der Sparkasse geschehen?

Es sind gleich vier (!) Bereichsleiter ihrer Ämter enthoben worden. Das sind nicht irgendwelche Mitarbeiter der Sparkasse, sondern hochrangige Bedienstete. Das Besondere? Sie stammen alle vier noch aus der Althaus-Zeit, also aus einer Zeit vor der Fusion. Und das ist es ja. Es gibt noch weitere Bereichsleiter, aber das sind alles „Fusions-Mitarbeiter“. Die Sparkasse Leer wird nunmehr von Wittmundern geleitet. Das hat der Vorstand still und heimlich auf den Weg gebracht. Ich würde mich nicht wundern, wenn es zu Verfahren vor dem Arbeitsgericht Emden kommen würde.

Aber auch so ist das Vorgehen von Heinz Feldmann und Co. nur schwer verständlich. In diesen Corona-Zeiten bemühen sich die Arbeitgeber vorrangig um das Wohlergehen ihrer Mitarbeiter. Und die Sparkasse LeerWittmund macht genau das Gegenteil. Statt sich uneingeschränkt vor die Mitarbeiter zu stellen, degradieren Heinz Feldmann und Co. wichtige Entscheidungsträger im eigenen Hause. Und warum? Ich vermute, dass es mit einer bevorstehenden weiteren Fusion zusammenhängen könnte. Für die Mitarbeiter allerdings brechen schwere Zeiten an. Unter ihnen herrscht Unruhe, als sie in der letzten Woche von den Entscheidungen gehört haben. Eine Fürsorgepflicht sieht jedenfalls anders aus. Mir scheint, dass dem Vorstand allerdings daran gar nicht gelegen ist.

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